Jugendpolitische Forderungen
Für die Kommunalwahl 2026 hat der Stadtjugendring Augsburg die Perspektiven junger Menschen in Augsburg erhoben. Die Rückmeldungen wurden analog und digital gesammelt, ausgewertet und zu zentralen jugendpolitischen Forderungen gebündelt.
Die folgenden Forderungen zeigen, was jungen Menschen besonders wichtig ist und wo politische Entscheidungen jetzt ansetzen müssen, um Teilhabe, Selbstbestimmung und soziale Gerechtigkeit zu sichern. Ein starkes Augsburg investiert in seine Jugend.
1. Mobilität für alle: günstig, sicher, gerecht
Mobilität ist Teilhabe, aber in Augsburg für viele zu teuer und zu umständlich. Wir fordern kostenlosen ÖPNV für Azubis und Schüler*innen, bessere Taktungen, mehr Nachtbusse, swaxi auch für Jugendliche und einen funktionierenden Ringbus. Mobilität darf kein Luxus sein.
2. Mehr Mitbestimmung statt Schimmelfrust in Augsburgs Schulen
Augsburger Schulen brauchen endlich bessere Bedingungen: sanierte Gebäude, kostenloses Mittagessen, späteren Unterrichtsbeginn und echte Mitbestimmung für Schüler*innen. Schule soll motivieren, nicht frustrieren und schon gar nicht von der Decke tropfen.
3. Ausbau konsumfreier Räume für alle Augsburger*innen
In Augsburg fehlen trotz guter Projekte immer noch Orte, an denen junge Menschen einfach sie selbst sein können: drinnen, draußen, kreativ, laut oder einfach gemeinsam. Viele Treffpunkte sind an Konsum gebunden, und wer kein Geld hat, wird ausgeschlossen. Das darf nicht sein.
4. Wohnen ist kein Luxus, sondern ein Grundrecht!
Schluss mit Leerstand, unbezahlbaren Mieten und zu wenig Angeboten für Azubis und Studierende. Augsburg braucht mehr bezahlbaren Wohnraum und einen Ausbau der Angebote gegen Jugendobdachlosigkeit.
5. Augsburg braucht ein AzubiWerk
Ausbildung wertschätzen: Wer in Augsburg eine Ausbildung macht, kämpft oft mit hohen Mieten, geringen Vergütungen und fehlender Unterstützung. Auszubildende sind die tragende Säule unserer Wirtschaft von morgen. Sie dürfen in Sachen Wohnungsmarkt, Beratungsangebote und Unterstützung (insbesondere bei einer Wiederkehr der Wehrpflicht) nicht schlechter behandelt werden als Studierende.
6. Zuschüsse für Jugendverbände
Jugendorganisationen und -verbände leisten Demokratiearbeit von klein auf, aber ohne ausreichende Zuschussmittel stehen Zeltlager, Ferienfreizeiten und Kurse auf der Kippe – Jugendleiter*innen schauen in die Röhre. Augsburg braucht eine verlässliche Finanzierung, damit die verbandliche Jugendarbeit und die ehrenamtliche Säule stabil stehen, statt zu wackeln.
7. Personelle Stärkung des SJR
Eine stabile personelle Ausstattung ist Voraussetzung für eine wirksame Jugendarbeit und darf nicht von der aktuellen Finanzlage der Stadtkasse abhängig gemacht werden. Notwendige Personalaufstockungen (u.a. für Leitungspositionen wie die Festivalleitung Modular) dürfen nicht weiter aufgeschoben werden. Der Stellenplan des SJR muss an die Realität angepasst und langfristig im städtischen Haushalt verstetigt werden.